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Welche Hemmnisse stehen Veränderungsprozessen in Richtung Nachhaltige Entwicklung entgegen? | 27.06.2019

Symposium „s:ne Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung“

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Wie Veränderung  gelingen kann

Hinter dieser Frage stehe die Erkenntnis, dass Veränderung nur gelingen kann durch Akzeptanz und  Partizipation aller Akteure.

Transformation benötige einen institutionellen Rahmen, sie benötige weiterhin Anreize. Nur eine Kombination aus diesen und aus technischen, sozialen und organisationalen Innovationen ermögliche Systeminnovation, ist die These des Veranstalters Hochschule Darmstadt / s:ne. Transformation sei  angewiesen auf Instabilitäten im aktuellen System, führt  Dr. Silke Kleihauer von der Hochschule Darmstadt aus.

Neue Wege hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung

s:ne möchte mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft neue Wege hin zu einer Nachhaltigen Entwicklung einschlagen. Wissenschaftliches Know-how wird mit Wissen aus der Praxis verknüpft.

Im Rahmen des Symposiums „s:ne Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung“, ein Vorhaben der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“  wurden Fragen und Perspektiven der anwendungsorientierten transformativen Forschung diskutiert und in Werkstattgesprächen vertieft. Neben „Welche Hemmnisse stehen Veränderungsprozessen in Richtung „Nachhaltige Entwicklung entgegen“, standen weitere Themen im Fokus, wie „Wie lassen sich die notwendigen Anreize verstärken“, „Welche Anforderungen bestehen in dieser Hinsicht für das Zusammenwirken von Wissenschaft, Wirtschaft, Bürgerschaft, Politik und Verwaltung?“.

Systeminnovation – oder auch: Den Karren aus dem Dreck ziehen

Systeminnovation, so Prof. Dr. Kilian Bizer von der Georg-August-Universität Göttingen, beschäftigt sich i.d.R. mit der Herausforderung „Wie kriege ich den Karren wieder aus dem Dreck“ – Innovation entstehe also aus einer Problemlage heraus. Seine Empfehlung:  Dabei in nicht zu großen Gruppen arbeiten – jeder Akteur ist in einer kleineren Gruppe wichtig. Bizer zitiert an dieser Stelle auch Uwe Schneidewind,  Präsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie, Professor für Innovationsmanagement und Nachhaltigkeit, der den Begriff „Zukunftskunst“ oder auch „Transformationskunst“ prägte.

Zukunftskunst: Werte als Motor für Veränderung

Interessant sei, dass dieser nicht – wie viele andere – Technologie, Ökonomie oder Politik als Hauptkriterien einer nachhaltigen Entwicklung betrachtet, sondern die kulturelle Dimension: „Am Ende verändern Ideen und neue Wertvorstellungen die Welt.  Jede große Transformation ist letztlich eine moralische Revolution.“  

Der s:ne Transfer-Fahrplan

Für den Transfer von der Wissenschaft in die Praxis ist im Rahmen eines dreistufigen Prozesses die Entwicklung eines gemeinsamen Problemverständnisses und einer gemeinsamen Vision, d.h. u.a. ‚Aufzeigen auch des Nutzens, die Basis. Transfer sei als Lernprozess zu verstehen, dieser wirkt zurück auf die regulative Ebene, erläutert Prof. Dr. Martin Führ von der Hochschule Darmstadt.

Der  von s:ne entwickelte Transfer-Fahrplan stellt bildhaft den Prozess mit den Stufen A, B und C und seinen unterschiedlichen Fragestellungen und Herausforderungen dar, wie  „Gemeinsames Problemverständnis entwickeln“, „Forschungs-/ Transferfrage formulieren“ etc.

Ziel des Transfer-Fahrplanes ist u.a. auch, übertragbare Geschäftsmodelle zu entwickeln.
 

Der s:ne Transfer-Fahrplan praktisch angewandt

Im Werkstattgespräch „Angewandte transformative Forschung am Beispiel Kommunale Wirtschaft“ wurde ein Praxisprojekt der Bergischen Universität Wuppertal, Patrick Mayregger, anhand des Transfer-Fahrplans in seinen unterschiedlichen Stufen in kleineren Gruppen beispielhaft durchgespielt und anschließend präsentiert.

In der Fischbowl-Diskussion erfolgte anschließend die Zusammenführung der Ergebnisse vor dem gesamten Teilnehmerkreis.


Monika Stoehr

Nachhaltigkeitsmanagement Darmstadt | Nachhaltigkeitsmanagement Rhein-Main | Nachhaltigkeitsmanagement Rhein-Neckar

Juni  2019


Mehr zum Veranstalter / zur Veranstaltung/ zur Quelle:

Das s:ne Symposium findet ab 2019 jährlich statt und bietet ein Forum, sich zu Stand und Weiterentwicklung des anwendungsorientierten transformativen Forschung und zu aktuellen Entwicklungen im Projekt s:ne auszutauschen.

www.s-ne.de

www.schader-stiftung.de/sne


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