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 „Ein anderes Wirtschaftssystem ist möglich“, GWÖ-Treffen, Darmstadt | 14.11.2018

Photo by Nagy Arnold on Unsplash
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20 TeilnehmerInnen – von StudentIn bis RentnerIn, von Unternehmesberater bis Koch, –  kamen an dem Abend zum 2. Treffen der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) zusammen, um zu besprechen, wie sich die Arbeit der Gruppe hinsichtlich des Themas „Ein anderes Wirtschaften ist möglich“ darstellen könnte. Grundlage der Diskussion waren Passagen aus dem Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ von Christian Felber.


Eine kurze Zusammenfassung von einigen der besprochenen Texte:

„Werte als Grundlage befriedigender zwischenmenschlicher Beziehungen, wie Respekt, Hilfe, Teilen, Kooperation, Wohlwollen, werden in unserem aktuellen Wirtschaftssystem in das Gegenteil verkehrt. Die freie Marktwirtschaft fördert Geiz, Egoismus, Gier, Konkurrenz, Rücksichtslosigkeit. Gewinnstreben steht an erster Stelle.

Dieser Widerspruch ist eine kulturelle Katastrophe und führt zu einer Spaltung der Gesellschaft. Nicht jeder ist gleich gierig, geizig, rücksichtslos… weder vom Naturell noch, selbst wenn er das tatsächlich wollte, von seinen Möglichkeiten her. Diejenigen, die nicht in ausreichendem Maße dem System entsprechen, sind die Verlierer, die Versager. Es entsteht ein Ungleichgewicht, gefolgt von mehr und mehr zunehmender sozialer Unruhe.

Unsere Gesetzgebung / Regierung fördert mit ihrem neoliberalistischen System Werte, die uns nicht gut tun, die Menschen demoralisieren und krankmachen. Burnout u.a. ist an der Tagesordnung. Die Spielregeln fördern unsere Schwächen, nicht unsere Stärken. Sie bewirken eine Epidemie asozialen Verhaltens. Die Ideologie dahinter: „Der Egoismus von Einzelakteuren regelt das Wohlergehen aller.“


Neben dem Kennenlernen und der Verständigung über gemeinsame Ansichten und Absichten, wurden mögliche Arbeitsgruppen besprochen: 1. „Schule“, um mit Schülern den Gedanken der Gemeinwohlökonomie zu diskutieren, 2. „Unternehmen“, um mit Unternehmen in’s Gespräch zu kommen, die bereits eine Gemeinwohlbilanz erstellt haben bzw. um neue Unternehmen dafür zu interessieren und 3.„Erstellung einer Gemeinwohlökonomie-Bilanz“ mit Agora, um in der neu gegründeten Gruppe mit TeilnehmerInnen unterschiedlichen Wissensstandes, was GWÖ betrifft, gemeinschaftlich zu lernen, wie diese Bilanz funktioniert.

Organisiert wurde das Treffen von Transition Town, es fand statt bei Agora eG Wohnungsbaugenossenschaft in der Erbacher Str.

Das 3. Treffen findet am 14.12., 19.00h, ebenfalls bei Agora, statt.

Kurz zur GWÖ:  Ziel ist es, ein anderes Wirtschaften möglich zu machen und diese Veränderung von unten zu bewirken. „Das Geld ist zum Selbst-Zweck geworden, statt ein Mittel zu sein für das, was wirklich zählt: ein gutes Leben für alle“. Christian Felber, Autor des Buches „Gemeinwohl-Ökonomie“ und Mitinitiator der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung

Monika Stoehr, November 2018


Mehr Informationen unter https://www.ecogood.org/de/


 

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